Herr der Sinne
Wer nichts sehen will, schließt die Augen. Wer nicht hören will, hält sich die Ohren zu. Aber gegen das Riechen kann man nichts machen. Sobald man atmet, nimmt man Gerüche auf - selbst, wenn man eine zeitlang durch den Mund atmet.
Forscher beschäftigen sich seit einiger Zeit mit Odeurs. Denn sie wirken direkt auf das Gehirn. Wie leicht der Mensch zu manipulieren ist, wusste man schon in der Antike: Kleopatra ließ etwa die Segel ihrer Schiffe mit Parfüm bestreichen, um sich so schon vorzeitig anzukünden und ihre Wirkung auf Männer zu verstärken. Heute setzen bereits Reisebüros die Gerüche von Sonnencremes ein, um Kunden schon mal nasal auf die Sonneninsel zu entführen.
Inzwischen weiß man auch, dass Pfefferminzöl Sportler schneller laufen und länger Liegestütze machen lässt, wie der US-Psychologe Bryan Raudenbush berichtet. Er fand auch heraus, dass Jasminduft für besseren Schlaf sorgt. Seine Probanden schliefen unter Einfluss des Odeurs nicht nur tiefer, sie lösten am nächsten Tag auch kognitive Aufgaben besser.
Subtile Aromen sollen Menschen sogar die Angst nehmen können. So pustet die Klimaanlage des Frankfurter Flughafens im Verbindungstunnel zwischen Gate A und B Pfefferminz- und Rosmarinduft in die Luft. Ehrlich gesagt, macht mir diese unterschwellige Beeinflussung mehr Angst. Schließlich möchte ich der Herr meiner fünf Sinne bleiben.
Forscher beschäftigen sich seit einiger Zeit mit Odeurs. Denn sie wirken direkt auf das Gehirn. Wie leicht der Mensch zu manipulieren ist, wusste man schon in der Antike: Kleopatra ließ etwa die Segel ihrer Schiffe mit Parfüm bestreichen, um sich so schon vorzeitig anzukünden und ihre Wirkung auf Männer zu verstärken. Heute setzen bereits Reisebüros die Gerüche von Sonnencremes ein, um Kunden schon mal nasal auf die Sonneninsel zu entführen.
Inzwischen weiß man auch, dass Pfefferminzöl Sportler schneller laufen und länger Liegestütze machen lässt, wie der US-Psychologe Bryan Raudenbush berichtet. Er fand auch heraus, dass Jasminduft für besseren Schlaf sorgt. Seine Probanden schliefen unter Einfluss des Odeurs nicht nur tiefer, sie lösten am nächsten Tag auch kognitive Aufgaben besser.
Subtile Aromen sollen Menschen sogar die Angst nehmen können. So pustet die Klimaanlage des Frankfurter Flughafens im Verbindungstunnel zwischen Gate A und B Pfefferminz- und Rosmarinduft in die Luft. Ehrlich gesagt, macht mir diese unterschwellige Beeinflussung mehr Angst. Schließlich möchte ich der Herr meiner fünf Sinne bleiben.
fakeman - 1. Okt, 20:02
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